Mit Erstaunen hat der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Vincent Kokert, den Bericht auf ndr.de zur Kenntnis genommen, in dem sich der Abgeordnete Saalfeld kritisch zu Wildkameras in Wäldern äußert. In dem Artikel ist zu lesen, dass wer sich im Wald aufhalte, keine Angst haben dürfe, ungewollt gefilmt und beobachtet zu werden. Beispiele dafür gebe es - Wildkameras hätten bereits Liebespaare abgelichtet. Der Abgeordnete Saalfeld empfiehlt demnach eine Regelung, nach der die Kameras nur hüfthoch angebracht werden dürften. Diese Kameras dürften ferner nur Aufnahmen im Nahbereich mit Neigung zum Boden machen.
Hierzu erklärt der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Vincent Kokert: „Wie genau das Justieren der Kameras nach Herrn Saalfelds Empfehlungen die mögliche Aufnahme von Liebespaaren verhindern soll, ist eine Frage, für deren Beantwortung man wohl sehr viel Phantasie benötigt. Einmal mehr wird aber deutlich, dass es den Grünen leider an jedem Instinkt für wichtige Themen und im Übrigen an der gebotenen politischen Ernsthaftigkeit mangelt. Das Thema ist schlicht abwegig. Und es zeigt einmal mehr die Beliebigkeit grüner Argumentation: Wo die Privatsphäre von Menschen geschützt wird, fordern die Grünen ‚mehr Transparenz‘, wo Transparenz herrscht, fordern die Grünen den ‚Schutz der Privatsphäre‘. Seriös ist das nicht.
Wildkameras sind ein sehr nützliches Mittel, um Wildpopulationen einschätzen zu können. Insbesondere hinsichtlich der anhaltenden Diskussionen um den Wolf in unseren Wäldern wäre es unverantwortlich, auf Kameras zu verzichten. Mir ist kein Fall bekannt, nach dem in Mecklenburg-Vorpommern mit versehentlich aufgenommenen Bildern Missbrauch betrieben worden wäre. Ich empfehle daher, von offenkundig unberechtigtem Argwohn sowie vom Anmahnen nutzloser Neuregelungen abzusehen“, so Vincent Kokert.
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